Straßenfußball Weltmeisterschaft 2011

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30 Minuten Einblick in das Straßenfußball-Projekt
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"Wenn ich auf den Fußballplatz gehe, dann will ich nicht rumstehen, dann kämpfe ich, so wie im Leben auch." Sven Schröter hat schon viel gekämpft, er ist 31, hat zwei Adoptionen, zwölf Heime und zehn Jahre Gefängnis hinter sich. Dann wird er bei einem Fußball-Turnier ausgewählt:

Er reist zur Weltmeisterschaft der Obdachlosen nach Paris, als Nationalspieler. Mannschaften aus 48 Ländern treten an. Auf einmal im Mittelpunkt stehen, nicht als Sozialfall, sondern als Sportler. Zu einem Team gehören, ein Ziel haben - das ist neu, und es macht Spaß.
Dass die Spieler pünktlich sein müssen, nicht betrunken auf dem Feld erscheinen dürfen, muss ihnen niemand sagen, das ist ihnen klar, weil sie es selber wollen. Trotzdem ist die Sache schwierig. Die Deutschen verlieren ein Spiel nach dem anderen. Aber sie kämpfen sich wieder heraus aus dem Frust. Sie lernen Menschen kennen, denen es viel schlechter geht als ihnen. Am Ende nimmt Sven Schröter etwas Wichtiges mit nach Hause: Er kann stolz auf sich sein. Das zu glauben, ist jedoch schwierig, wenn man meistens verliert.

 

Buch, Text & Regie:
Dörte Nielsen

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